|
|
|||
|
DUB SPENCER & TRANCE HILL Mittwoch, 9. Juni, 2004, 20.00 Uhr
Die wahren Helden des Spaghetti-Westerns melden sich musikalisch zurück. Man erwarte aber keine Country-Musik. Die zeitgemässen Cowboys reiten nicht über Kuhweiden, sondern schlagen sich durch den urbanen Dschungel. Dub Spencer & Trance Hill musizieren entsprechend ihrem Namen eher in spacigen, trancigen Dub-Gefilden. Sechs Fäuste für ein Dub-Halleluja! Es ist dies nicht wirklich eine Tanzkapelle, sondern eine Band, die betont cool den Groove hält. Die Anfangs-Szene aus „Spiel mir das Lied vom Tod“, in der ein schlecht rasierter Typ cool-lethargisch mit einer lästigen Fliege kämpft, würde passen. Wenn da in der Musik nicht dieser Schalk wäre, diese lässige Freude am blossen Einfall und natürlich eben am Groove. Die Musiker hinter Dub Spencer & Trance Hill sind längst keine unbeschriebenen Blätter mehr. Adi Pflugshaupt (Elektronik, Sax), Christian Niederer (Schlagzeug) und Masi Stalder (Bass) kennen sich von ihrer Zeit an der Jazzschule Luzern, die sie alle 2000 abgeschlossen haben. Seither spielten und spielen sie alle in diversen Formationen mit, unter anderem Ivo, Spooman, The Clients, Gil Evans Orchestra, Herbie Kopf und Kubus. Statt grossen Bühnen bevorzugen die drei als Dub Spencer & Trance Hill eher Orte, an denen Leute abhängen und Lust auf raffinierte Hintergrundmusik haben. Die Musik zerreisst in Bezug auf Instrumental-Akrobatik keine Stricke, auch wenn die Musiker es könnten und dies da und dort aufblitzen lassen. Die Stücke von Dub Spencer & Trance Hill entstehen übrigens ganz beiläufig: die drei jammen über ein Thema, besprechen anschliessend das Gespielte und nehmen es dann gleich auf. Live halten sie sich zwar grob an diese Ideen, lassen aber viel Raum für gekonnte Improvisationen. Wer eine der raren EPs von Dub Spencer & Trance Hill sein eigen nennen
darf, kann sich glücklich schätzen. Diese Musik ist auch für
das Entspannen zu Hause gut. Und wer im Club gute Konversation gerne von
einem guten, entspannten Groove unterlegt hat, der dürfte mit den
drei Zürchern goldrichtig liegen. Adi Pflugshaupt- Elektronik, Sax
|
|||
|
|