
«Im Reich der wilden Lieder» heisst das
musikalische Programm der Band Kabel,und es ist eine Einladung für
eine nicht ungefährliche Reise durch Zeit und Stile.
Musikalische Berührungsängste kennt die dreiköpfige
Band nicht, im Gegenteil. In Eigenkompositionen sorgen Bass und Schlagzeug
für einen satten Groove, und Andi Peter führt mit weicher
Stimme durch die wilden Lieder und erzählt mit schelmischem Vergnügen
lustige und andere Geschichten.
Ausgehend vom Text kreiert Kabel mit jedem Lied eine andere Atmosphäre
und lädt in eine neue Welt ein. Mit Bass, Schlagzeug und Stimme
erzeugen sie einen schlichten Sound und flirten mit unterschiedlichen
Musikstilen: Pop, Punk, Swing. Die deutschen Eigenkompositionen erinnern
an Kurt Weil, und sie sind wie die englischen und französischen
lustvoll gestaltet und eigenwillig in Text und Melodie. Mit einem
Augenzwinkern erzählen sie Geschichten vom Tänzer mit zwei
linken Füssen, mon dieu, j’ai deux pieds gauches!, und
von Ferienfotos, die, oh Schreck, nicht farbig sondern schwarzweiss
sind. Weiter führt Kabel das Publikum über den Nebel, wo
Honig noch süss und Zucker nicht Sand ist.
Die junge Zürcher Band spielt mal karg und zurückhaltend
– ganz dem Text verpflichtet –, mal drücken sie voll
ab und erzeugt einen satten Groove. Andi Peter interpretiert die Lieder
mit einer direkten, klaren Stimme, setzt Loop- und Effektgeräte
ein und greift dann und wann in die Tasten. Manuel Müller am
Bass und Andi Wettstein am Schlagzeug unterlegen die Lieder mit einem
unglaublich groovenden Sound, und wissen immer, wann ein leises Spiel,
wann Zurückhaltung gefragt ist. Alle drei haben die Jazzschule
in Zürich besucht, was sie jedoch nicht davon abhält, eingängige
Musik zu machen.